Dank der Recherche von Daniela, vermag ich den Zeitpunkt, an dem die E-Mail mit der Grundidee für eine Jobbörse zu mir kam, ebenfalls exakt definieren: 28.01.2016, 10:10 Uhr. Den folgenden Ablauf kann ich nicht mehr exakt rekonstruieren. Habe ich das gleich zur Kenntnis genommen, habe ich mir den langen Text, durchgelesen und sofort verstanden, was da passiert oder haben Daniela und ich erst am Abend darüber gesprochen, als ich von der Arbeit nach Hause am? Ich weiß es nicht mehr. Jedoch an eine Sache erinnere ich mich deutlich! Als ich verstanden hatte, um was es geht, war ich sofort wie elektrisiert. Denn das war das, was ich zu dem Zeitpunkt in vielen Diskussionsrunden zu der »New Work«-Idee immer wieder gehört hatte: »Der Gedanke ist ja klasse und ich würde auch gerne selbstbestimmt arbeiten, aber wo kann ich das denn?«

Meist blieb mir bloß der Hinweis darauf, dass es solche Unternehmen faktisch gibt und zum Beispiel in Andreas´ Buch »Alle Macht für niemand« und im »Augenhöhe«-Film, beschrieben werden. Wo sonst so gearbeitet wird, das konnte ich nicht beantworten. Zurück blieben von der Idee begeisterte Menschen, mit wenig Hoffnung, ihre Vorstellungen von selbstbestimmter Arbeit in naher Zukunft umzusetzen. Das fand und finde ich frustrierend. Die Vorstellung, einen Platz zu schaffen, an dem sich Individuen und Organisationen zusammenfinden, um gemeinsam ihre Ideen von »New Work« zu verwirklichen, traf daher bei mir direkt einen Nerv.

Mir war sofort bewusst, dass ich dazu einen Beitrag leisten will. Wie, das war mir noch nicht klar, aber das ergab sich im Gespräch mit Daniela. Sie würde sich aktiv beteiligen und ich in beratender und begleitender Funktion dabei sein. Denn ich hatte und habe ja auch noch einen Full-Time-Job, den ich gerne mache und der mir Spaß macht. Dazu aber später mehr.

Was mir die Entscheidung, an dem Projekt mitzuwirken, noch einfacher machte, war das Wissen um das einhellige Verständnis, was wir erreichen möchten. Die Menschen in dieser Gruppe wollten nicht nur »Happy-Working-Tschacka-People«, sondern mehr bewirken. Das wusste ich aus vielen gemeinsamen Gesprächen, Sessions bei Barcamps und dem Mitwirken an einem Förderprojekt, für das sich der überwiegende Teil des jetzigen Kernteams im Jahr zuvor beworben hatte.

Bad Wimpfener Klausur

An den ersten persönlichen Treffen nahm ich aus Zeitgründen nicht teil. Wusste mich aber durch Daniela mehr als gut vertreten. Das Projekt begann sich zu entwickeln. Der nächste Meilenstein für Daniela und mich war ein Klausur-Wochenende in Bad Wimpfen, im Anschluss an die »Bad-Wimpfener-Gespräche«, bei denen sich CSR-Interessierte aus Baden-Württemberg treffen und netzwerken. In der Klausur überlegten wir uns, wie die Zukunft der Kultur-Komplizen und dem neuen Projekt aussehen soll. Wir waren uns schnell einig, dass der Fokus in den nächsten Monaten auf dem damals noch unter dem Arbeitstitel »democracy works« laufenden Projekt laufen soll. Und das Daniela sich überwiegend dort einbringt. Ich selbst würde mich zunächst darauf beschränken, als Sparringspartner und Satellit zur Verfügung zu stehen, mehr ist als Vollzeit-Angestellter schlicht nicht machbar. Als später unser Investor Ralph Suikat hinzukam, verzichtete ich daher auch darauf, mit in die GbR einzutreten, auch hier sah ich mich durch Daniela bestens vertreten.

Wie sich in den letzten Monaten alles weiterentwickelt hat, muss ich nicht noch einmal wiederholen, das lest Ihr am besten in den Blogs von Daniela, Heiko und Andreas nach. Ich selbst lies mich sehr gerne immer weiter in den priomy-Kosmos hineinziehen. Ich nahm immer öfter auch an den persönlichen Treffen teil, übernahm den technischen Aufbau der Websites und kann heute sagen, dass es mir eine echte Herzensangelegenheit geworden ist, dieses Projekt in all seinen Facetten voranzutreiben. Auch, weil agorum®, das Unternehmen in dem ich als Marketer arbeite, sich auf den Weg zu einer selbstführenden Organisation gemacht hat und ich nun aus den unterschiedlichsten Perspektiven auf unser Baby schauen kann. Als Arbeitnehmer, als Kunde von priomy JobCreation, als Sponsor des ersten priomy.events und als stolzer Protagonist des Projekts priomy.

 

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