Teilzeitarbeit: Mit meinem ersten Post im noch relativ neuen Jahr reflektiere ich einen wichtigen Punkt der täglichen Erwerbsarbeit: Der zeitliche Umfang unserer Arbeit. Auch dieses Thema ist unserer Ansicht nach essentiell im Kontext Neuer Arbeit, New Work, Unternehmensdemokratie, kurz: selbstbestimmter Arbeit. Wieviel jeder von Euch arbeiten will, um den gewünschten Lebensstandard zu erreichen und zu halten oder wieviel jeder von Euch arbeiten muss, weil es in der gegenwärtigen Anstellung keinen Mindestlohn gibt und man wie frau munter ausgebeutet wird: So oder so – Die Frage nach dem Arbeitsumfang lässt sich nicht von der Zukunft der Arbeit trennen.

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Im letzten Artikel zu diesem Thema beschäftigte ich mich mit Formen von Dominanzverhalten, die jeder Mensch unzweifelhaft zu erkennen vermag. Dabei handelt es sich um jenes aggressive, laute Verhalten, das einzig dazu dient, den eigenen Führungsanspruch brachial durchzusetzen. In diesem Beitrag setze ich mich mit dominantem Auftreten auseinander, das nicht so leicht zu erkennen und zu durchschauen ist. Denn Dominanz kann auch äußerst subtil daherkommen. Manchmal sogar so subtil, dass selbst diejenigen, die sich dominant verhalten, sich dessen nicht immer bewusst sind. Je nachdem welche Art von Dominanz ausgeübt wird, kann das gefährlich für die Zusammenarbeit in einer Gruppe sein, aber durchaus auch positive Auswirkungen haben.

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Ich bin nicht ganz sicher, aber mir scheint, dass ich in letzter Zeit Sätze wie „Wir müssen wertschätzend miteinander kommunizieren…“ oder „… das muss konstruktiv formuliert werden…“ häufiger höre als noch vor einem Jahr.

Auch bei unserer gemeinsamen Kompass-Replik bei den Unternehmensdemokraten stießen sich einige Wenige an unserer klaren und teilweise ironischen Sprache.

Natürlich bin ich nicht gegen einen konstruktiven Sprachgebrauch und wertschätzende Kommunikation, im Gegenteil. Was mir jedoch auffällt, dass sich verstärkt schwarz-weiß-Muster in der New Work Kommunikation zeigen: Das, was nicht lieb und positiv formuliert ist, wird als „böse“ abgelehnt oder gar negiert. Im Allgemeinen wird Ironie als stilistisches Mittel vielfach entweder nicht verstanden oder als „nicht wertschätzend“ abgewertet. Ich plädiere deshalb dringend für eine New Work Streitkultur!

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In der aktuellen Transformation von Arbeitswelten hinterfragen wir nicht nur die Änderung von Arbeitsstrukturen. Unserer Ansicht nach sollte sich darüber hinaus vor allem Führung ändern.

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„Warum setzen Organisationen so häufig auf die laute Minderheit und verzichten somit auf einen Großteil der (leisen) Expertise.“ Diese sehr berechtigte Frage stellte eine Leserin meines Blogs „Dominanzverhalten in Teams und Organisationen“. Nachdem ich mich in dem genannten Blogartikel mit der Theorie beschäftigte, geht es in diesem Beitrag um praktische Erfahrungen aus dem Bereich der Rangordnungsdominanz, um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen.

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Veränderungen sind lustige Zeitgenossen, finde ich, meistens tippen sie einem von hinten auf die Schulter und grinsen, während sie vor einem längst den New Work Boden eingerissen haben. Will heißen, man bemerkt oft erst, was sie anrichten, wenn es zu spät ist. Genauso ging es mir bei einem meiner letzten Besuche in einem hiesigen New Work Unternehmen. Das Unternehmen steht für alles, was das Füllwort New Work zu bieten hat: offene Kommunikation, offene Räume, wertschätzendes Miteinander, iterative und selbstorganisierte Arbeitsprozesse, beschreib- und beklebbare Wände, Work-Life-Büros, Spaß bei der Arbeit, Grillen nach Feierabend. Bällebad und Tischkicker Fehlanzeige. Gut so.

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Die übliche Sicht auf eine Entlassung zeigte sich bei unsrem zweiten potentiellen Kunden. Es war der zweite, mit dem wir von priomy ein Kundengespräch zur Entwicklung unseres damals noch nicht vorhandenen „Minimal Viable Product“ führten, einem Prototypen mit minimal möglichem Funktionsumfang. Dieser potentielle Kunde lässt sich in gebührender Kürze so beschreiben: Wissensbasierte Dienstleistung, gut 100 Mitarbeiter*innen, deutlich entwickelte Selbstorganisation seit geraumer Zeit. Ich saß seinerzeit mit Arne Reis, als er noch in der Gründungsphase mit im Boot war, zusammen mit dem Geschäftsführer dieses Unternehmens und drei seiner Mitarbeiter. Wir stellten unser Konzept und unsere avisierten Dienstleistungen vor – und kamen irgendwann auf das Problem der Entlassungen in dieser Firma.

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Zuerst dachte ich, ich hätte mich verlesen: „Chefs abschaffen? Nein, danke!“, stand im Titel eines Xing-Klartext-Artikels von Silke Masurat, GF vom Zentrum für Arbeitgeberattraktivität. Stolze 26 Kommentare stapelten sich darunter, 71 Personen stimmten dem Artikel zu (Stand 05.08.18). Hört sich vielleicht gar nicht so viel an, aber im Totenschiff Xing (Achtung, das ist ironisch gemeint – muss man ja heutzutage dazuschreiben) bemerke ich sonst eher wenig Reaktion auf irgendeine Meldung.

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Karriere! Früher war keineswegs alles besser. Aber vieles klarer, weniger vieldeutig und ambivalent. Früher, da ging es im Beruf häufig darum, Karriere zu machen. Die wichtigste Voraussetzung, damit das überhaupt möglich war, lag in in einer entsprechend vielstufigen Hierarchie. Wer Karriere machen wollte, musste also prinzipiell in eine Firma, die ausreichend Aufstiegschancen bieten konnte. Da waren dann zwölf Hierarchiestufen aussichtsreicher als vier oder fünf. Aber wie steht es denn um die Karriere, wenn es gar keine fix definierten Führungspositionen mehr gibt, außer vielleicht der Geschäftsführung und dem Vorstand? Was ist dann mit der Karriere?

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New Work und Nachhaltigkeit

Da war sie wieder die Frage: „Was hat New Work eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun?“ Letzthin gestellt von einer Teilnehmerin beim Eco Design Forum wo die Kultur-Komplizen einen Workshop zum Thema „Nachhaltige, ethische, soziale Führung“ hielten.

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