Veränderungen sind lustige Zeitgenossen, finde ich, meistens tippen sie einem von hinten auf die Schulter und grinsen, während sie vor einem längst den New Work Boden eingerissen haben. Will heißen, man bemerkt oft erst, was sie anrichten, wenn es zu spät ist. Genauso ging es mir bei einem meiner letzten Besuche in einem hiesigen New Work Unternehmen. Das Unternehmen steht für alles, was das Füllwort New Work zu bieten hat: offene Kommunikation, offene Räume, wertschätzendes Miteinander, iterative und selbstorganisierte Arbeitsprozesse, beschreib- und beklebbare Wände, Work-Life-Büros, Spaß bei der Arbeit, Grillen nach Feierabend. Bällebad und Tischkicker Fehlanzeige. Gut so.

Weiterlesen

Es war eine scheinbar sonderbare Szene: Bei der Bewerbung fürs Boston Symphony Orchestra spielten die Bewerber*innen nicht  für alle anderen Orchestermitglieder gut sichtbar wie bis dahin weltweit üblich. Diesmal war ein kleines entscheidendes Detail anders: zwischen den Bewerber*innen und allen anderen gab es einen Vorhang. Niemand, wirklich niemand aus dem Orchester konnte wissen, wer da gerade geigte, auf die Pauken haute oder ins Horn stieß. Und warum das Ganze? Eine seltsame Obsession der Orchesterleitung? Nun, vielleicht verdeutlichen die Ergebnisse den Hintergrund. Bis zu dem Tag des Vorhangs lag der Frauenanteil der 10 wichtigsten US amerikanischen Orchester bei durchschnittlich fünf Prozent. Der Vorhang machte Schule. Heute sind es knapp 40%.

Weiterlesen

Intuition: Die Digitalisierung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran. Natürlich macht sie auch nicht halt vor der Personalauswahl und dem Recruiting. Mittlerweile sind die ersten Algorithmen für Recruitingproesse entwickelt und werden beworben. Im August 2017 erschien in der Wirtschaftswoche der Artikel „Passende Mitarbeiter kann man berechnen“. Ganz unabhängig von der Frage, wie gut das funktioniert, stellt sich in diesem Zusammenhang einmal mehr die Frage nach den Chancen und Risiken der Intuition im Recruiting.

Weiterlesen

Angenommen es gibt den viel beschworenen Fachkräftemangel – was ja geradezu häretisch ist, das zu hinterfragen – dann sollten alle Arbeitgeber möglichst genau wissen, was Fachkräfte von ihrem Arbeitsleben erwarten. Stepstone, einer der Dinos unter den deutschen Online-Jobbörsen, veröffentlichte 2016 zu dieser zentralen Frage die hauseigene Studie „Jobs nach Maß. Was Fachkräfte wollen“. Die Ergebnisse sind MERKwürdig.

Weiterlesen

Was brauchen Arbeitnehmer ganz besonders, wenn sie in einem hochdynamischen Umfeld selbstbestimmt arbeiten wollen? Lust darauf, Neues zu entdecken, zu erforschen, auszuprobieren – und damit verbunden: Risiken einzugehen. Denn schließlich ist nicht klar, wohin die (neue) Reise führt und ob sie von Erfolg gekrönt sein wird. Interessanterweise wird diese Eigenschaft bisher jedoch im Kontext Neuer Arbeit kaum diskutiert. Umso besser, dass Merck 2016 eine Studie zu arbeitsbezogener Neugier veröffentlichte.

Weiterlesen