New Work Bücher

Die Anzahl der Bücher, die sich mit dem Thema New Work beschäftigen, steigt seit einiger Zeit deutlich an. Ihre inhaltliche Ausprägung reicht von mutmaßlich gelungenen Beispielen, über Meinungen und Ansichten dazu bis hin zu Methoden und Modellen. Jedes dieser Bücher suggeriert, dass darin Experten über etwas schreiben, was sie verstanden haben. Soweit, so verwirrend.

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Nachdem am 11. Februar 2019 bekannt wurde, dass die Verantwortlichen der XING SE vorhaben, sich in New Work SE umzubenennen, schlugen die Wellen in der Filterblase hoch. Ich kann nicht verhehlen, dass bei mir ebenfalls der Blutdruck stieg. Ich hatte spontan das elende Gefühl, dass XING vorhat, uns etwas Essentielles wegzunehmen. Uns, das sind die Menschen, die sich seit Jahren intensiv mit „New Work“ beschäftigen, sich eine Menge Gedanken dazu machen und sich dafür einsetzen. Nachdem gut eine Woche vergangen ist, seither viele Menschen gescheite Meinungen zu dem Thema veröffentlichten und ich etwas Zeit zum Nachdenken hatte, hat sich an meinem Gefühl wenig geändert. In mir gärt weiterhin der Gedanke, dass sich ein Unternehmen radikal eines Begriffes bemächtigt, der nicht zu ihm gehört, zu dem es bisher inhaltlich wenig beigesteuert hat. Freilich kann ich nicht ausschließen, dass ich das alles falsch deute, was da augenblicklich bei XING passiert. Und wenn ich nicht sicher bin, ob ich etwas korrekt verstehe, dann habe ich die Angewohnheit nachzufragen, daher nochmal: „XING, was versteht Ihr wirklich unter New Work?“

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Vom Scheitern zu schreiben ist nicht besonders schön. Es sei denn, man ist Bestseller-Autorin oder Gossip-Journalist und verdient sein Geld mit Charakteren, deren Scheitern die Lust der voyeuristischen Leserschaft befriedigt. Beides bin ich nicht, daher bin ich ein klitzekleines Bisschen traurig, weil ich in diesem Beitrag über das Scheitern von priomy schreibe.

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Teilzeitarbeit: Mit meinem ersten Post im noch relativ neuen Jahr reflektiere ich einen wichtigen Punkt der täglichen Erwerbsarbeit: Der zeitliche Umfang unserer Arbeit. Auch dieses Thema ist unserer Ansicht nach essentiell im Kontext Neuer Arbeit, New Work, Unternehmensdemokratie, kurz: selbstbestimmter Arbeit. Wieviel jeder von Euch arbeiten will, um den gewünschten Lebensstandard zu erreichen und zu halten oder wieviel jeder von Euch arbeiten muss, weil es in der gegenwärtigen Anstellung keinen Mindestlohn gibt und man wie frau munter ausgebeutet wird: So oder so – Die Frage nach dem Arbeitsumfang lässt sich nicht von der Zukunft der Arbeit trennen.

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Im letzten Artikel zu diesem Thema beschäftigte ich mich mit Formen von Dominanzverhalten, die jeder Mensch unzweifelhaft zu erkennen vermag. Dabei handelt es sich um jenes aggressive, laute Verhalten, das einzig dazu dient, den eigenen Führungsanspruch brachial durchzusetzen. In diesem Beitrag setze ich mich mit dominantem Auftreten auseinander, das nicht so leicht zu erkennen und zu durchschauen ist. Denn Dominanz kann auch äußerst subtil daherkommen. Manchmal sogar so subtil, dass selbst diejenigen, die sich dominant verhalten, sich dessen nicht immer bewusst sind. Je nachdem welche Art von Dominanz ausgeübt wird, kann das gefährlich für die Zusammenarbeit in einer Gruppe sein, aber durchaus auch positive Auswirkungen haben.

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Ich bin nicht ganz sicher, aber mir scheint, dass ich in letzter Zeit Sätze wie „Wir müssen wertschätzend miteinander kommunizieren…“ oder „… das muss konstruktiv formuliert werden…“ häufiger höre als noch vor einem Jahr.

Auch bei unserer gemeinsamen Kompass-Replik bei den Unternehmensdemokraten stießen sich einige Wenige an unserer klaren und teilweise ironischen Sprache.

Natürlich bin ich nicht gegen einen konstruktiven Sprachgebrauch und wertschätzende Kommunikation, im Gegenteil. Was mir jedoch auffällt, dass sich verstärkt schwarz-weiß-Muster in der New Work Kommunikation zeigen: Das, was nicht lieb und positiv formuliert ist, wird als „böse“ abgelehnt oder gar negiert. Im Allgemeinen wird Ironie als stilistisches Mittel vielfach entweder nicht verstanden oder als „nicht wertschätzend“ abgewertet. Ich plädiere deshalb dringend für eine New Work Streitkultur!

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In der aktuellen Transformation von Arbeitswelten hinterfragen wir nicht nur die Änderung von Arbeitsstrukturen. Unserer Ansicht nach sollte sich darüber hinaus vor allem Führung ändern.

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In der New Work Szene und Filterblase ist der Begriff Lean und das damit verbundene Konzept kaum diskutiert. Dies möchten wir mit diesem Beitrag ändern, denn New Work und Lean haben zentrale Gemeinsamkeiten. Gleichzeitig ist der Fokus von Lean Production und Management, Verschwendung zu reduzieren, eine ebenso hilfreiche wie wichtige Perspektive, um New Work weiter voranzubringen. Denn welches Unternehmen möchte Verschwendung nicht vermeiden?

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Neulich, vor nicht allzulanger Zeit war ich bei einer Veranstaltung über Recruiting im Kontext Neuer Arbeit / New Work. Das klang spannend und ich freute mich auf neue Impulse, um etwas dazuzulernen für unser Verständnis von New-Work-Recruiting. Und vor allem, wie wir das noch besser mit unseren vorhandenen und zukünftigen Kunden umsetzen können. Was ich mitgenommen habe waren einige prickelnde Ideen, was Ihr in Eurer Organisation machen könnt, um garantiert weniger passende Mitarbeiter*innen zu finden.

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+++ CAVE! Für sensible Charaktere: Dies ist eine polemische Satire +++

Startup! Im September 2017 erschien bei jetzt.de ein Interview mit der französischen Schriftstellerin Mathilde Ramadier. Das Gespräch dreht sich um ihre Erlebnisse in der Berliner Startup Szene. Und die waren offensichtlich „ernüchternd“, wie sie in ihrem Buch „Bienvenue dans le nouveau monde“ berichtet. Ramadier thematisiert damit etwas, was leider viel zu selten auf den Tisch kommt und statt dessen lieber klammheimlich unter den Teppich gekehrt wird: Die vollmundigen Behauptungen vieler Startups bezüglich einer unglaublich großartigen Unternehmenskultur auf der einen und die eher triste traditionelle Alltagswirklichkeit auf der anderen Seite.

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