Größer muss nicht immer besser sein, daher fragte ich mich im Vorfeld des LeanAroundTheClock schon das ein oder andere Mal, ob der Charakter des Lean-Klassentreffens in der großen Maimarkt-Halle erhalten bleiben würde. Die beiden Tage in Mannheim beantworteten diese Frage eindrucksvoll: Ja, das LATC war nicht nur quantitativ gewachsen, sie hat auch noch mehr Qualität bekommen, dabei aber den ihr eigenen Charme bewahrt. Aus Ausstellersicht können wir von priomy berichten, dass die Gespräche und Kontakte an unserem Stand noch besser waren, als im Jahr zuvor. Das Format der Themenbox ist eine tolle Idee: Dieses Experiment des LATC-Teams ist gelungen und war für uns ein Erfolg – danke dafür!

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New Work Bücher

Die Anzahl der Bücher, die sich mit dem Thema New Work beschäftigen, steigt seit einiger Zeit deutlich an. Ihre inhaltliche Ausprägung reicht von mutmaßlich gelungenen Beispielen, über Meinungen und Ansichten dazu bis hin zu Methoden und Modellen. Jedes dieser Bücher suggeriert, dass darin Experten über etwas schreiben, was sie verstanden haben. Soweit, so verwirrend.

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Nachdem am 11. Februar 2019 bekannt wurde, dass die Verantwortlichen der XING SE vorhaben, sich in New Work SE umzubenennen, schlugen die Wellen in der Filterblase hoch. Ich kann nicht verhehlen, dass bei mir ebenfalls der Blutdruck stieg. Ich hatte spontan das elende Gefühl, dass XING vorhat, uns etwas Essentielles wegzunehmen. Uns, das sind die Menschen, die sich seit Jahren intensiv mit „New Work“ beschäftigen, sich eine Menge Gedanken dazu machen und sich dafür einsetzen. Nachdem gut eine Woche vergangen ist, seither viele Menschen gescheite Meinungen zu dem Thema veröffentlichten und ich etwas Zeit zum Nachdenken hatte, hat sich an meinem Gefühl wenig geändert. In mir gärt weiterhin der Gedanke, dass sich ein Unternehmen radikal eines Begriffes bemächtigt, der nicht zu ihm gehört, zu dem es bisher inhaltlich wenig beigesteuert hat. Freilich kann ich nicht ausschließen, dass ich das alles falsch deute, was da augenblicklich bei XING passiert. Und wenn ich nicht sicher bin, ob ich etwas korrekt verstehe, dann habe ich die Angewohnheit nachzufragen, daher nochmal: „XING, was versteht Ihr wirklich unter New Work?“

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Es weihnachtet gar sehr, auch wenn das Wetter mal wieder nicht unbedingt einen weißromantischen Weihnachtstraum verheißt. Deshalb wollen wir etwas Farbe in den bislang tristen Dezember bringen…

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Der Begriff des „New Work“ ist en vogue und viele Organisationen schreiben ihn sich auf die Fahnen, egal ob das, was sie da tun nun wirklich mit „New Work“ zu tun hat oder auch nicht. Mit Selbstorganisation hat das jedenfalls nur selten etwas zu tun – da ist schon der Sand vom Ansatz her im Getriebe. Aber lassen wir diesmal die vielen Bällebad- und Homeoffice-Blender-Unternehmen beiseite, denn um die soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Schauen wir auf Unternehmen, die sich „ernsthaft“ damit auseinandersetzen, sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu organisieren. Denn auch hier gilt leider: Gut gedacht, ist noch lange nicht gut gemacht. Und die daraus gewonnenen schlechten Erfahrungen und misslungenen Experimente bringen leider nicht nur wichtige Erkenntnisse. Denn, wenn das Misslingen nicht dem „Wie“, sondern ursächlich der Idee angelastet wird, tragen diese negativen Erlebnisse mindestens genauso dazu bei, dass der Begriff des „New Work“ immer stärker verwässert und negativ besetzt wird, wie die oben genannten New-Work-Vorgaukler. Weiterlesen

Ich bin nicht ganz sicher, aber mir scheint, dass ich in letzter Zeit Sätze wie „Wir müssen wertschätzend miteinander kommunizieren…“ oder „… das muss konstruktiv formuliert werden…“ häufiger höre als noch vor einem Jahr.

Auch bei unserer gemeinsamen Kompass-Replik bei den Unternehmensdemokraten stießen sich einige Wenige an unserer klaren und teilweise ironischen Sprache.

Natürlich bin ich nicht gegen einen konstruktiven Sprachgebrauch und wertschätzende Kommunikation, im Gegenteil. Was mir jedoch auffällt, dass sich verstärkt schwarz-weiß-Muster in der New Work Kommunikation zeigen: Das, was nicht lieb und positiv formuliert ist, wird als „böse“ abgelehnt oder gar negiert. Im Allgemeinen wird Ironie als stilistisches Mittel vielfach entweder nicht verstanden oder als „nicht wertschätzend“ abgewertet. Ich plädiere deshalb dringend für eine New Work Streitkultur!

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+++ CAVE! Für sensible Charaktere: Dies ist eine polemische Satire +++

Startup! Im September 2017 erschien bei jetzt.de ein Interview mit der französischen Schriftstellerin Mathilde Ramadier. Das Gespräch dreht sich um ihre Erlebnisse in der Berliner Startup Szene. Und die waren offensichtlich „ernüchternd“, wie sie in ihrem Buch „Bienvenue dans le nouveau monde“ berichtet. Ramadier thematisiert damit etwas, was leider viel zu selten auf den Tisch kommt und statt dessen lieber klammheimlich unter den Teppich gekehrt wird: Die vollmundigen Behauptungen vieler Startups bezüglich einer unglaublich großartigen Unternehmenskultur auf der einen und die eher triste traditionelle Alltagswirklichkeit auf der anderen Seite.

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In unserer kleinen priomy-Bude zündeln wir ab und an mal und experimentieren echt gerne. Wir sind selbst ein Reallabor, in dem wir (fast) alles testen, was im New Work Universum nicht bei drei auf den Bäumen ist. Anders gesagt, das, wovon wir reden, haben wir an uns selbst, in unserer täglichen Arbeit vorher getestet, bevor wir es nach außen tragen. Das Thema OKR (Objectives & Key Results) stand schon eine Weile im Raum, bevor wir uns zur konkreten Anwendung entschlossen.

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Veränderungen sind lustige Zeitgenossen, finde ich, meistens tippen sie einem von hinten auf die Schulter und grinsen, während sie vor einem längst den New Work Boden eingerissen haben. Will heißen, man bemerkt oft erst, was sie anrichten, wenn es zu spät ist. Genauso ging es mir bei einem meiner letzten Besuche in einem hiesigen New Work Unternehmen. Das Unternehmen steht für alles, was das Füllwort New Work zu bieten hat: offene Kommunikation, offene Räume, wertschätzendes Miteinander, iterative und selbstorganisierte Arbeitsprozesse, beschreib- und beklebbare Wände, Work-Life-Büros, Spaß bei der Arbeit, Grillen nach Feierabend. Bällebad und Tischkicker Fehlanzeige. Gut so.

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Wie Daniela im Blogpost zu ihren Installationen „Red“ und „Ecriture Automatique“ ankündigte, beschreibe ich in diesem Artikel meine Installation „Radfahren“. Die Idee dazu kam mir bei der Lektüre von Erich Fromms „Die Furcht vor der Freiheit“. Die Ähnlichkeit des Buchtitels zum Titel unsere Konferenz ist dabei kein Zufall. Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Fromm setzt sich in seinem Buch damit auseinander, was passiert, wenn Menschen aus Konstrukten befreit werden, die ihnen gleichzeitig Sicherheit geben und Grenzen setzen. Sein darin beschriebenes Konzept des autoritären Charakters erinnert mich stark an das Bild des „Radfahrers“, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

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