Habt ihr schon mal versucht, New Work zu buchstabieren? So am Telefon, meine ich. Die Vertreterinnen der Generation X (und älter) unter uns, werden wissen, was ich meine: Weiterlesen

Es weihnachtet gar sehr, auch wenn das Wetter mal wieder nicht unbedingt einen weißromantischen Weihnachtstraum verheißt. Deshalb wollen wir etwas Farbe in den bislang tristen Dezember bringen…

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“Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.”

Der Namensgeber unserer (Un)Konferenz #NKNA19 am 10. Und 11. Mai 2019 ist Friedrich Schiller und mit diesem Ausspruch könnte er fast als Vorreiter der New Work Bewegung begriffen werden.

Spiel(en) ist ein fundamentaler Bestandteil der menschlichen Existenz. Ohne Spiel würden wir als Kinder kaum authentische Rollen(-identitäten) testen und üben können, weniger Talente entdecken und Kompetenzen ausbilden und unser Sozialverhalten nicht so leicht entwickeln.

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Der Begriff des „New Work“ ist en vogue und viele Organisationen schreiben ihn sich auf die Fahnen, egal ob das, was sie da tun nun wirklich mit „New Work“ zu tun hat oder auch nicht. Mit Selbstorganisation hat das jedenfalls nur selten etwas zu tun – da ist schon der Sand vom Ansatz her im Getriebe. Aber lassen wir diesmal die vielen Bällebad- und Homeoffice-Blender-Unternehmen beiseite, denn um die soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Schauen wir auf Unternehmen, die sich „ernsthaft“ damit auseinandersetzen, sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu organisieren. Denn auch hier gilt leider: Gut gedacht, ist noch lange nicht gut gemacht. Und die daraus gewonnenen schlechten Erfahrungen und misslungenen Experimente bringen leider nicht nur wichtige Erkenntnisse. Denn, wenn das Misslingen nicht dem „Wie“, sondern ursächlich der Idee angelastet wird, tragen diese negativen Erlebnisse mindestens genauso dazu bei, dass der Begriff des „New Work“ immer stärker verwässert und negativ besetzt wird, wie die oben genannten New-Work-Vorgaukler. Weiterlesen

Ich bin nicht ganz sicher, aber mir scheint, dass ich in letzter Zeit Sätze wie „Wir müssen wertschätzend miteinander kommunizieren…“ oder „… das muss konstruktiv formuliert werden…“ häufiger höre als noch vor einem Jahr.

Auch bei unserer gemeinsamen Kompass-Replik bei den Unternehmensdemokraten stießen sich einige Wenige an unserer klaren und teilweise ironischen Sprache.

Natürlich bin ich nicht gegen einen konstruktiven Sprachgebrauch und wertschätzende Kommunikation, im Gegenteil. Was mir jedoch auffällt, dass sich verstärkt schwarz-weiß-Muster in der New Work Kommunikation zeigen: Das, was nicht lieb und positiv formuliert ist, wird als „böse“ abgelehnt oder gar negiert. Im Allgemeinen wird Ironie als stilistisches Mittel vielfach entweder nicht verstanden oder als „nicht wertschätzend“ abgewertet. Ich plädiere deshalb dringend für eine New Work Streitkultur!

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+++ CAVE! Für sensible Charaktere: Dies ist eine polemische Satire +++

Startup! Im September 2017 erschien bei jetzt.de ein Interview mit der französischen Schriftstellerin Mathilde Ramadier. Das Gespräch dreht sich um ihre Erlebnisse in der Berliner Startup Szene. Und die waren offensichtlich „ernüchternd“, wie sie in ihrem Buch „Bienvenue dans le nouveau monde“ berichtet. Ramadier thematisiert damit etwas, was leider viel zu selten auf den Tisch kommt und statt dessen lieber klammheimlich unter den Teppich gekehrt wird: Die vollmundigen Behauptungen vieler Startups bezüglich einer unglaublich großartigen Unternehmenskultur auf der einen und die eher triste traditionelle Alltagswirklichkeit auf der anderen Seite.

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In unserer kleinen priomy-Bude zündeln wir ab und an mal und experimentieren echt gerne. Wir sind selbst ein Reallabor, in dem wir (fast) alles testen, was im New Work Universum nicht bei drei auf den Bäumen ist. Anders gesagt, das, wovon wir reden, haben wir an uns selbst, in unserer täglichen Arbeit vorher getestet, bevor wir es nach außen tragen. Das Thema OKR (Objectives & Key Results) stand schon eine Weile im Raum, bevor wir uns zur konkreten Anwendung entschlossen.

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Veränderungen sind lustige Zeitgenossen, finde ich, meistens tippen sie einem von hinten auf die Schulter und grinsen, während sie vor einem längst den New Work Boden eingerissen haben. Will heißen, man bemerkt oft erst, was sie anrichten, wenn es zu spät ist. Genauso ging es mir bei einem meiner letzten Besuche in einem hiesigen New Work Unternehmen. Das Unternehmen steht für alles, was das Füllwort New Work zu bieten hat: offene Kommunikation, offene Räume, wertschätzendes Miteinander, iterative und selbstorganisierte Arbeitsprozesse, beschreib- und beklebbare Wände, Work-Life-Büros, Spaß bei der Arbeit, Grillen nach Feierabend. Bällebad und Tischkicker Fehlanzeige. Gut so.

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Liebe Leserin, lieber Leser – selbstbestimmte Arbeit ist immer auch eine Herausforderung an ein gutes Selbstmanagement. Wer seine Arbeit liebt, läuft Gefahr, sich selbst auszubeuten, Tag ein, Tag aus zu arbeiten, natürlich auch am Wochenende, denn es macht ja Spaß. Gesund ist das jedoch nicht auf Dauer. Deshalb achten wir bei priomy auch auf eine angemessene Auszeit hie und da.

Jetzt ist es soweit: Ab heute bis zum 31. Juli einschließlich werden wir keine Posts veröffentlichen. Es geht mit dem nächsten Beitrag am 07. August weiter. Bis dahin wünschen wir von priomy Euch eine tolle, entspannte und erfrischende Sommerpause.

Herzlich im Namen aller priomys

Andreas

 

Beitragsbild: © Andreas Zeuch

Wie Daniela im Blogpost zu ihren Installationen „Red“ und „Ecriture Automatique“ ankündigte, beschreibe ich in diesem Artikel meine Installation „Radfahren“. Die Idee dazu kam mir bei der Lektüre von Erich Fromms „Die Furcht vor der Freiheit“. Die Ähnlichkeit des Buchtitels zum Titel unsere Konferenz ist dabei kein Zufall. Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Fromm setzt sich in seinem Buch damit auseinander, was passiert, wenn Menschen aus Konstrukten befreit werden, die ihnen gleichzeitig Sicherheit geben und Grenzen setzen. Sein darin beschriebenes Konzept des autoritären Charakters erinnert mich stark an das Bild des „Radfahrers“, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

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