Wie Daniela im Blogpost zu ihren Installationen „Red“ und „Ecriture Automatique“ ankündigte, beschreibe ich in diesem Artikel meine Installation „Radfahren“. Die Idee dazu kam mir bei der Lektüre von Erich Fromms „Die Furcht vor der Freiheit“. Die Ähnlichkeit des Buchtitels zum Titel unsere Konferenz ist dabei kein Zufall. Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Fromm setzt sich in seinem Buch damit auseinander, was passiert, wenn Menschen aus Konstrukten befreit werden, die ihnen gleichzeitig Sicherheit geben und Grenzen setzen. Sein darin beschriebenes Konzept des autoritären Charakters erinnert mich stark an das Bild des „Radfahrers“, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

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Am 25.06. veröffentlichte Alexander Klier von Beck et al. Services seinen Rückblick auf unsere 1. (Un)Konferenz Neue Konzepte für Neue Arbeit am 15.06. in Berlin. Wir von priomy freuen uns sehr über diese ausführliche, differenzierte und konstruktive Würdigung unsrer Veranstaltung. Da Alexander dankenswerter Weise nicht nur lobende Worte, sondern auch eine differenzierte, konstruktive Kritik äußerte, möchten wir nun an dieser Stelle auf seine Reflexion eingehen.

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Kunst erklärt man ja besser nicht. Zumindest ist das meine Auffassung. Ich bin bei diesen angeleiteten Museumsbesuchen per Audioguide ein bisschen ambivalent. Einerseits, weil ich denke, dass man und frau sich doch die Freiheit gönnen sollte, die eigenen Gedanken zu einem Kunstwerk zuzulassen. Nicht alles, was im Museum hängt oder steht muss mir was sagen oder mich berühren.

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Geschafft! Ich kann es kaum glauben, aber unsere 1. (Un)Konferenz mit dem Titel „Die Angst vor der Freiheit“ ist vorbei. So muss es sich anfühlen, wenn sich alles in einer supermassive black hole verdichtet und verschwindet – Wochen und Monate voll intensiver Arbeit auf einen Punkt komprimiert werden und der sich plötzlich auflöst. Wow!

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Karriere! Früher war keineswegs alles besser. Aber vieles klarer, weniger vieldeutig und ambivalent. Früher, da ging es im Beruf häufig darum, Karriere zu machen. Die wichtigste Voraussetzung, damit das überhaupt möglich war, lag in in einer entsprechend vielstufigen Hierarchie. Wer Karriere machen wollte, musste also prinzipiell in eine Firma, die ausreichend Aufstiegschancen bieten konnte. Da waren dann zwölf Hierarchiestufen aussichtsreicher als vier oder fünf. Aber wie steht es denn um die Karriere, wenn es gar keine fix definierten Führungspositionen mehr gibt, außer vielleicht der Geschäftsführung und dem Vorstand? Was ist dann mit der Karriere?

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Eine leise Polemik

„Arbeiten 4.0 ist eine Riesenchance für Frauen. Alte Hierarchien werden aufgebrochen und weibliche Fähigkeiten, wie Kooperation und Empathie, werden wichtig für Führungskräfte.“ – so oder so ähnlich lautete ein Satz, den ich selbst vor ein paar Monaten in eine Diskussion geworfen hatte. Es war eine reine Frauenrunde bei einer der gefühlt tausendsten Veranstaltung zum Thema „Digitalisierung“. Wie immer war von „der“ Digitalisierung die Rede und wie immer beschränkte sich das Verständnis von Digitalisierung auf den technischen Part. Schlimm genug, aber dieses Missverständnis soll diesmal nicht Thema sein.

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Es war eine scheinbar sonderbare Szene: Bei der Bewerbung fürs Boston Symphony Orchestra spielten die Bewerber*innen nicht  für alle anderen Orchestermitglieder gut sichtbar wie bis dahin weltweit üblich. Diesmal war ein kleines entscheidendes Detail anders: zwischen den Bewerber*innen und allen anderen gab es einen Vorhang. Niemand, wirklich niemand aus dem Orchester konnte wissen, wer da gerade geigte, auf die Pauken haute oder ins Horn stieß. Und warum das Ganze? Eine seltsame Obsession der Orchesterleitung? Nun, vielleicht verdeutlichen die Ergebnisse den Hintergrund. Bis zu dem Tag des Vorhangs lag der Frauenanteil der 10 wichtigsten US amerikanischen Orchester bei durchschnittlich fünf Prozent. Der Vorhang machte Schule. Heute sind es knapp 40%.

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New Work und Nachhaltigkeit

Da war sie wieder die Frage: „Was hat New Work eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun?“ Letzthin gestellt von einer Teilnehmerin beim Eco Design Forum wo die Kultur-Komplizen einen Workshop zum Thema „Nachhaltige, ethische, soziale Führung“ hielten.

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Elternzeit: Im Zuge der Vorbereitung zu unserem Markteintritt hatten wir viele wertvolle und inspirierende Gespräche mit potentiellen Kunden, Netzwerkpartnern und anderen mehr. So auch mit der Gründerin und Geschäftsführerin des Elternnetzwerks „elterngarten„, Tanja Misiak, einem unserer aktuellen Kooperationspartner, die auch ihre Perspektive auf unsere Gründung hier in unserem Blog veröffentlichte. Sie erzählte in unserem Kennenlerngespräch, dass viele Menschen in Elternzeit anfangen über einen möglichen beruflichen Wechsel nachzudenken. Ein irgendwie naheliegendes Phänomen, insbesondere, wenn man als frische Mutter oder neuer Vater gerade miese Erfahrungen mit seinem augenblicklichen Arbeitgeber macht.

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Ein Naturkundemuseum ist eine wirklich tolle Erfindung – Dinos, Darwin, DNA. Noch Fragen? Ja, der kleine 6-jährige in dem grünen Dinosaurier-Shirt hatte eine Frage: „Papa, wozu braucht der T-Rex eigentlich so große Zähne?“ Der Vater scherzte: „Na, kleine Zähne sind ja was für kleine Dinosaurier und Vegetarier. Der T-Rex ist doch so stark, da müssen auch die Zähne riesig sein. Am besten wirst Du auch mal so groß und stark, dann kann Dir keiner mehr was.“

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