CulutreCheck #004: Die synyx GmbH & Co. KG ist mir schon länger bekannt: Ich lernte Thomas Kraft, einen der drei Gründer und Geschäftsführer am 20.10.2017  beim Creative Collaboration Culture Day in Karlsruhe kennen. Er war nach meinem Vortrag über demokratisch agiles Recruiting bei meiner dazugehörigen Session und hatte sich engagiert beteiligt. Im Anschluss kamen wir ins Gespräch und so lernte ich synyx kennen. Seit dem war ich zwei- oder dreimal in der Firma vor Ort gewesen, hatte einige der Mitarbeiter*innen und die anderen beiden Geschäftsführer kennengelernt. Da sich synyx von Anfang an anders als gewohnt aufgestellt hatte, war ein CultureCheck eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Weiterlesen

Kurz vor Weihnachten 2019 kam bei LinkedIn wieder eine neue Kontaktanfrage. Christian Faust, Gründer und Geschäftsführer der heutigen FaustTranslations sàrl in Luxemburg, baute mir gleich eine Steilvorlage. Denn schon in der allerersten Nachricht erzählte er über den 5-Stunden Tag und Equal Pay in ihrem Unternehmen. Da konnte ich natürlich kaum widerstehen, mehr erfahren zu wollen. So ergab sich schnell ein lebendiger und inspirierender Austausch, der wiederum zügig zum CultureCheck bei Faust führte. Gerade einen Monat später reiste ich für die Interviews nach Luxemburg (seinerzeit noch gänzlich unbeschwert, ohne Vorstellung davon, wie sehr sich die Welt bis heute geändert haben könnte).

Weiterlesen

Schon vor geraumer Zeit hatte ich den Artikel „Zeigt her Eure Kultur“ hier im priomy Blog veröffentlicht. Der Auslöser für meinen damaligen Beitrag lag in unserer Erfahrung beim Befüllen der priomy.map. Damals stellten wir erschreckt fest, das so gut wie kein Unternehmen seine besondere, partizipative Kultur sichtbar macht. Die meisten der von uns recherchierten Unternehmen kamen nicht über oberflächliche und viel zu unspezifische Gemeinplätze hinaus. Was wir damals schon kritisch anmerkten. Denn wer nicht sichtbar ist in der je eigenen, besonderen Unternehmenskultur, muss sich auch nicht wundern, wenn es früher oder später an Fachkräften mangelt. Jetzt zeigt eine aktuelle Studie mehr, wie wichtig es ist, die Unternehmenskultur klar und gut sichtbar nach außen zu kommunizieren.

Weiterlesen

Als 2016 die Grundlagen für priomy gelegt wurden, war seinerzeit auch Arne Reis mit an Bord. Er hatte damals keine feste Stelle, sondern wagte gemeinsam mit uns anderen die ersten gemeinsamen Schritte noch lange bevor Daniela überhaupt den Namen priomy – principles of autonomy ersonnen hatte. Im Laufe der Zeit änderten sich jedoch seine Bedürfnisse und er entschied sich zu gehen – und landete bei HRpepper. Amüsanterweise hatte ich sofort das Gefühl, dass das überhaupt kein Problem ist, sondern dass daraus vielmehr etwas Gutes entstehen könnte. Und siehe da: So lernte ich peu a peu HRpepper und einige Leute aus dem Team kennen inklusive Dr. Matthias Meifert, der mir von Anfang an sehr offen begegnete. Auf diesem Weg kam es zum CultureCheck, für den ich am 05. und 18. April alle Interviews bis auf eines vor Ort durchführte.

Weiterlesen

Ich erinnere mich noch gut: Während meines Urlaubs auf den Kanaren im März 2016 flatterte eine Anfrage der itacs GmbH in meine Mailbox. Es ging um eine Unterstützung auf dem Weg zur Selbstorganisation. Daraus hat sich zügig eine bis heute währende, ebenso fruchtbare wie menschlich äußerst angenehme Arbeitsbeziehung ergeben. Und jetzt freuen wir von priomy uns sehr, das die itacs GmbH die Premiere unseres CultureChecks abgeschlossen hat. Ein guter Anlass, um dieses spannende Unternehmen Euch allen näher vorzustellen.

Weiterlesen

In den letzten Wochen haben wir uns einen Haufen Websites unterschiedlichster Unternehmen und Non-Profit-Organisationen für den Aufbau unserer priomy.map angesehen. Dabei stellten wir mit Erschrecken fest, das die erschlagende Mehrheit – sagen wir gefühlte 90 Prozent – in keiner Weise sichtbar machen, WIE sie zusammen arbeiten. Hie und da finden sich ein paar wohlfeile Worte zu den Werten oder über das Leitbild, wobei böse Zungen zu erkennen glauben, dass da gerade eine Copy-Paste Welle grassiert. Diese mangelnde Transparenz und Authentizität hat fatale Folgen. Weiterlesen

In meinem letzten Beitrag vom Januar 2019 bin ich grundsätzlich auf das Thema Teilzeitarbeit bzw. Reduktion von Erwerbsarbeit eingegangen. Heute folgen die im damaligen Blogpost versprochenen Fallbeispiele. Natürlich gibt es einerseits schon genug Arbeitgeber, die Teilzeitarbeit zulassen oder sogar willkommen heißen. Deshalb werde ich in diesem Beitrag keine 08/15 Beispiele bringen, sondern besonders auffällige Beispiele, gewissermaßen zur intellektuellen Kontrastierung. Es geht darum zu sehen, was möglich ist. Mit anderen Worten und ganz trivial: Auch für die Reduktion der Erwerbsarbeit hin zu irgendeiner Form von Teilzeitarbeit gilt: Wo ein Willle, da ein Weg.

Weiterlesen

Teilzeitarbeit: Mit meinem ersten Post im noch relativ neuen Jahr reflektiere ich einen wichtigen Punkt der täglichen Erwerbsarbeit: Der zeitliche Umfang unserer Arbeit. Auch dieses Thema ist unserer Ansicht nach essentiell im Kontext Neuer Arbeit, New Work, Unternehmensdemokratie, kurz: selbstbestimmter Arbeit. Wieviel jeder von Euch arbeiten will, um den gewünschten Lebensstandard zu erreichen und zu halten oder wieviel jeder von Euch arbeiten muss, weil es in der gegenwärtigen Anstellung keinen Mindestlohn gibt und man wie frau munter ausgebeutet wird: So oder so – Die Frage nach dem Arbeitsumfang lässt sich nicht von der Zukunft der Arbeit trennen.

Weiterlesen

Im letzten Artikel zu diesem Thema beschäftigte ich mich mit Formen von Dominanzverhalten, die jeder Mensch unzweifelhaft zu erkennen vermag. Dabei handelt es sich um jenes aggressive, laute Verhalten, das einzig dazu dient, den eigenen Führungsanspruch brachial durchzusetzen. In diesem Beitrag setze ich mich mit dominantem Auftreten auseinander, das nicht so leicht zu erkennen und zu durchschauen ist. Denn Dominanz kann auch äußerst subtil daherkommen. Manchmal sogar so subtil, dass selbst diejenigen, die sich dominant verhalten, sich dessen nicht immer bewusst sind. Je nachdem welche Art von Dominanz ausgeübt wird, kann das gefährlich für die Zusammenarbeit in einer Gruppe sein, aber durchaus auch positive Auswirkungen haben.

Weiterlesen

Einer der Gäste und Teilnehmer unserer 1. (Un)Konferenz #NKNA18 im Juni 2018 war Jörg Müngersdorff, President und CEO der Beratungsgesellschaft Synnecta NV. Erfreulicherweise war Jörg von unserer Veranstaltung und uns so angetan, dass er mich gleich einlud, beim Werkhaus18, einer Veranstaltung der Synnecta in Köln, einen Workshop über Unternehmensdemokratie durchzuführen. Dieser Post ist meine höchst persönliche Zusammenfassung des Events.

Weiterlesen