Schon vor geraumer Zeit hatte ich den Artikel „Zeigt her Eure Kultur“ hier im priomy Blog veröffentlicht. Der Auslöser für meinen damaligen Beitrag lag in unserer Erfahrung beim Befüllen der priomy.map. Damals stellten wir erschreckt fest, das so gut wie kein Unternehmen seine besondere, partizipative Kultur sichtbar macht. Die meisten der von uns recherchierten Unternehmen kamen nicht über oberflächliche und viel zu unspezifische Gemeinplätze hinaus. Was wir damals schon kritisch anmerkten. Denn wer nicht sichtbar ist in der je eigenen, besonderen Unternehmenskultur, muss sich auch nicht wundern, wenn es früher oder später an Fachkräften mangelt. Jetzt zeigt eine aktuelle Studie mehr, wie wichtig es ist, die Unternehmenskultur klar und gut sichtbar nach außen zu kommunizieren.

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Als 2016 die Grundlagen für priomy gelegt wurden, war seinerzeit auch Arne Reis mit an Bord. Er hatte damals keine feste Stelle, sondern wagte gemeinsam mit uns anderen die ersten gemeinsamen Schritte noch lange bevor Daniela überhaupt den Namen priomy – principles of autonomy ersonnen hatte. Im Laufe der Zeit änderten sich jedoch seine Bedürfnisse und er entschied sich zu gehen – und landete bei HRpepper. Amüsanterweise hatte ich sofort das Gefühl, dass das überhaupt kein Problem ist, sondern dass daraus vielmehr etwas Gutes entstehen könnte. Und siehe da: So lernte ich peu a peu HRpepper und einige Leute aus dem Team kennen inklusive Dr. Matthias Meifert, der mir von Anfang an sehr offen begegnete. Auf diesem Weg kam es zum CultureCheck, für den ich am 05. und 18. April alle Interviews bis auf eines vor Ort durchführte.

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Ich erinnere mich noch gut: Während meines Urlaubs auf den Kanaren im März 2016 flatterte eine Anfrage der itacs GmbH in meine Mailbox. Es ging um eine Unterstützung auf dem Weg zur Selbstorganisation. Daraus hat sich zügig eine bis heute währende, ebenso fruchtbare wie menschlich äußerst angenehme Arbeitsbeziehung ergeben. Und jetzt freuen wir von priomy uns sehr, das die itacs GmbH die Premiere unseres CultureChecks abgeschlossen hat. Ein guter Anlass, um dieses spannende Unternehmen Euch allen näher vorzustellen.

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In den letzten Wochen haben wir uns einen Haufen Websites unterschiedlichster Unternehmen und Non-Profit-Organisationen für den Aufbau unserer priomy.map angesehen. Dabei stellten wir mit Erschrecken fest, das die erschlagende Mehrheit – sagen wir gefühlte 90 Prozent – in keiner Weise sichtbar machen, WIE sie zusammen arbeiten. Hie und da finden sich ein paar wohlfeile Worte zu den Werten oder über das Leitbild, wobei böse Zungen zu erkennen glauben, dass da gerade eine Copy-Paste Welle grassiert. Diese mangelnde Transparenz und Authentizität hat fatale Folgen. Weiterlesen

Größer muss nicht immer besser sein, daher fragte ich mich im Vorfeld des LeanAroundTheClock schon das ein oder andere Mal, ob der Charakter des Lean-Klassentreffens in der großen Maimarkt-Halle erhalten bleiben würde. Die beiden Tage in Mannheim beantworteten diese Frage eindrucksvoll: Ja, das LATC war nicht nur quantitativ gewachsen, sie hat auch noch mehr Qualität bekommen, dabei aber den ihr eigenen Charme bewahrt. Aus Ausstellersicht können wir von priomy berichten, dass die Gespräche und Kontakte an unserem Stand noch besser waren, als im Jahr zuvor. Das Format der Themenbox ist eine tolle Idee: Dieses Experiment des LATC-Teams ist gelungen und war für uns ein Erfolg – danke dafür!

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New Work Bücher

Die Anzahl der Bücher, die sich mit dem Thema New Work beschäftigen, steigt seit einiger Zeit deutlich an. Ihre inhaltliche Ausprägung reicht von mutmaßlich gelungenen Beispielen, über Meinungen und Ansichten dazu bis hin zu Methoden und Modellen. Jedes dieser Bücher suggeriert, dass darin Experten über etwas schreiben, was sie verstanden haben. Soweit, so verwirrend.

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In meinem letzten Beitrag vom Januar 2019 bin ich grundsätzlich auf das Thema Teilzeitarbeit bzw. Reduktion von Erwerbsarbeit eingegangen. Heute folgen die im damaligen Blogpost versprochenen Fallbeispiele. Natürlich gibt es einerseits schon genug Arbeitgeber, die Teilzeitarbeit zulassen oder sogar willkommen heißen. Deshalb werde ich in diesem Beitrag keine 08/15 Beispiele bringen, sondern besonders auffällige Beispiele, gewissermaßen zur intellektuellen Kontrastierung. Es geht darum zu sehen, was möglich ist. Mit anderen Worten und ganz trivial: Auch für die Reduktion der Erwerbsarbeit hin zu irgendeiner Form von Teilzeitarbeit gilt: Wo ein Willle, da ein Weg.

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Nachdem am 11. Februar 2019 bekannt wurde, dass die Verantwortlichen der XING SE vorhaben, sich in New Work SE umzubenennen, schlugen die Wellen in der Filterblase hoch. Ich kann nicht verhehlen, dass bei mir ebenfalls der Blutdruck stieg. Ich hatte spontan das elende Gefühl, dass XING vorhat, uns etwas Essentielles wegzunehmen. Uns, das sind die Menschen, die sich seit Jahren intensiv mit „New Work“ beschäftigen, sich eine Menge Gedanken dazu machen und sich dafür einsetzen. Nachdem gut eine Woche vergangen ist, seither viele Menschen gescheite Meinungen zu dem Thema veröffentlichten und ich etwas Zeit zum Nachdenken hatte, hat sich an meinem Gefühl wenig geändert. In mir gärt weiterhin der Gedanke, dass sich ein Unternehmen radikal eines Begriffes bemächtigt, der nicht zu ihm gehört, zu dem es bisher inhaltlich wenig beigesteuert hat. Freilich kann ich nicht ausschließen, dass ich das alles falsch deute, was da augenblicklich bei XING passiert. Und wenn ich nicht sicher bin, ob ich etwas korrekt verstehe, dann habe ich die Angewohnheit nachzufragen, daher nochmal: „XING, was versteht Ihr wirklich unter New Work?“

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Vom Scheitern zu schreiben ist nicht besonders schön. Es sei denn, man ist Bestseller-Autorin oder Gossip-Journalist und verdient sein Geld mit Charakteren, deren Scheitern die Lust der voyeuristischen Leserschaft befriedigt. Beides bin ich nicht, daher bin ich ein klitzekleines Bisschen traurig, weil ich in diesem Beitrag über das Scheitern von priomy schreibe.

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Teilzeitarbeit: Mit meinem ersten Post im noch relativ neuen Jahr reflektiere ich einen wichtigen Punkt der täglichen Erwerbsarbeit: Der zeitliche Umfang unserer Arbeit. Auch dieses Thema ist unserer Ansicht nach essentiell im Kontext Neuer Arbeit, New Work, Unternehmensdemokratie, kurz: selbstbestimmter Arbeit. Wieviel jeder von Euch arbeiten will, um den gewünschten Lebensstandard zu erreichen und zu halten oder wieviel jeder von Euch arbeiten muss, weil es in der gegenwärtigen Anstellung keinen Mindestlohn gibt und man wie frau munter ausgebeutet wird: So oder so – Die Frage nach dem Arbeitsumfang lässt sich nicht von der Zukunft der Arbeit trennen.

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