New Work Bücher

Die Anzahl der Bücher, die sich mit dem Thema New Work beschäftigen, steigt seit einiger Zeit deutlich an. Ihre inhaltliche Ausprägung reicht von mutmaßlich gelungenen Beispielen, über Meinungen und Ansichten dazu bis hin zu Methoden und Modellen. Jedes dieser Bücher suggeriert, dass darin Experten über etwas schreiben, was sie verstanden haben. Soweit, so verwirrend.

Bei priomy referieren wir zum Thema New Work auf Frithjof Bergmann, weshalb sein Buch „Neue Arbeit, Neue Kultur“ logischerweise die erste Leseempfehlung ist. Danach hört es für mich jedoch auf mit den spezifischen Empfehlungen, was Management-Literatur betrifft.

Denn Neue Arbeit bedeutet, dass man eine lebens- und menschenbejahende Haltung hat und für die braucht es keine Management-Bücher. Dafür ist es eher sinnvoll sich mit sozio-kulturellen Lebenswelten, Phänomenen und Annahmen der Vergangenheit zu beschäftigen und deren Auswirkungen auf die Gegenwart zu betrachten. Ergänzend ist ein Blick in die nicht-menschliche Welt aufschlussreich, um Vernetzungen zu erkennen.

Aus diesem Grund sieht diese Leseliste hier etwas anders aus, als ihr vielleicht erwarten würdet. Sie hat definitiv kein Ranking, sondern ist eine gleichberechtigte Aufzählung und natürlich ist sie bei Weitem nicht vollständig.

  • Haben oder Sein – Erich Fromm: Eigentlich ist Fromm immer eine Leseempfehlung wert, daher einfach mal stöbern, was es noch so von ihm gibt.
  • Narziss und Goldmund – Hermann Hesse: Ein Klassiker in unfassbar schöner Sprache und Bildern, der die Dualität von Gefühl und Verstand thematisiert.
  • Zusammenarbeit – Richard Sennett: Wer verstehen will, was unsere Gesellschaft zusammenhält, findet hier wirklich einleuchtende Erklärungsansätze
  • Untenrum frei – Margarete Stokowski: Ein feministisches Buch, das keiner Worte bedarf außer denen, dass insbesondere Männer es unbedingt lesen sollten.
  • Zeitalter des Zorns – Pankaj Mishra: Wie kann man den Ursprung des Hasses erklären, der unsere Welt überzieht? Ein geschichtlicher Ritt durch das Denken und Handeln einflussreicher Männer – sollte unbedingt in Verbindung mit „Vulva – die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“ von Mitu Sanyal gelesen werden.
  • Eine kleine Geschichte der Menschheit – Yuval Noah Harari: Der erste Band der Harari-Trilogie. Danach gerne weitermachen mit „Homo Deus“ und „21. Lektionen für das 21. Jahrhundert“. Wer dann noch Luft hat: „Sex at Dawn“ von Christopher Ryan
  • Die Hohlwege der Etrusker: Die Etrusker waren das geografische Bindeglied zwischen der römischen und der griechischen Antike. Ein Volk, das seiner Zeit weit voraus war – insbesondere bei Themen wie Gleichberechtigung, Sex und Equal Pay.
  • Das geheime Leben der Bäume – Peter Wohlleben: Wie unser unmittelbares natürliches Umfeld tickt, lebt und überlebt. Wer mit wem kooperiert und warum. Wer nicht-menschliche Systeme verstehen will, ist hier richtig.
  • Commons – Silke Helfrich, Heinr. Böll Stiftung: Achtung ein Wälzer. Aber maximal hilfreich, wenn man über Formen gemeinschaftlicher Flächennutzung Auskunft haben möchte und/oder vergessene Formen wie die Almende kennenlernen möchte.
  • Die Welt aus den Angeln – Philipp Blom: Eine Geschichte der kleinen Eiszeit von 1570 bis 1700 mit einigen Überlegungen zum Klima der Gegenwart
  • Arbeit – Andrea Komlosy: Eine globalhistorische Perspektive auf die Bedeutung und Ausmaße des Begriffs Arbeit vom 13. Bis 21. Jahrhundert. Ist auch als Nachschlagewerk geeignet.

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und ökologische Projekte.

Herzliche Grüße
Daniela

 

Bildquelle: Pixabay, CC-0 Lizenz, gemeinfrei

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